
Nun
ist es soweit, sie haben regelmäßige Wehen
oder das Fruchtwasser ist bereits abgegangen, sie sind
in der Klinik, im Geburtshaus oder ihre Hebamme ist für
eine Hausgeburt zu ihnen nach Hause gekommen und jetzt
warten sie eigentlich nur noch darauf, aktiv mitarbeiten
und etwas tun zu können.

- Die
Eröffnungsphase mit der
- Übergangsphase
- Austreibungsphase
- Nachgeburtsphase
Die
Eröffnungsphase:
In
der Eröffnungsphase wird die Geburt mit Wehen im
Abstand von etwa 20 min und einer länge von etwa
20-30 Sekunden eingeleitet. Das zusammenziehen der Gebärmutter
wirkt auf das Baby wie eine Massage die seine Organe und
vor allem die Lunge dazu bringt, ihre Funktion aufzunehmen.
Nach und nach verkürzen sich die Abstände zwischen
den Wehen auf ca 2 Minuten.
Die
Eröffnungsphase endet mit dem Blasensprung
Die
Übergangsphase:
Dies
sind die schlimmsten Wehen der Geburt. Es ist in dieser
Phase nur sehr schwer Schmerzensschreie zu unterdrücken,
da die Wehen sich kaum veratmen lassen. Diese Phase stellt
eine enorme Belastung für Mutter und Kind dar.
Die
Austreibungsphase:
Wenn
das Baby mit seinem Köpfchen am Beckenboden ankommt
setzen die Presswehen ein und es ist unheimlich erleichternd
mitarbeiten zu dürfen. Die Presswehen kommen ca im
Abstand von 2 Minuten und dauern jeweils etwa 1 Minute
an. Versuchen sie gar nicht erst diese Wehen zu unterdrücken,
der Pressdrang wird so stark, dass der ganze Körper
danach schreit das Kind endlich in die Welt zu befördern.
Den Moment in dem das Köpfchen schon draußen
ist und dann der Rest des kleinen Menschen aus ihnen heraus
"flutscht" ( das Gefühl wird oft beschrieben,
wie ein Sektkorken der aus der Flasche ploppt) wird unvergesslich
für sie sein.
Die
Nachgeburtsphase:
Im
Lauf dieser Phase wird die Plazenta, der Mutterkuchen
der immerhin um die 500g wiegt ausgeschieden. Oft hilft
die Hebamme mit einem beherzten Zug an der Nabelschnur
oder sanftem Druck auf den Bauch nach. Es wird kontrolliert
ob der Mutterkuchen vollständig ist. Wenn sie gerissen
sind oder geschnitten wurden werden sie jetzt genäht.

Grundlegende
Regeln des Atmens während der Geburt:
- Halten
sie niemals den Atem an. Sie und besonders ihr Baby
brauchen jetzt besonders viel Sauerstoff
- Langsam
und tief durch die Nase ein und durch den Mund ausatmen
- Versuchen
sie nicht, ihre Atmung in bestimmte Muster zu zwängen.
Lassen sie ihre Amung sich von selbst Regulieren, das
normale Atemtempo ist genau richtig
- Pressen
sie niemals die Lippen aufeinander. Ist ihr Mund entspannt
und locker öffnet sich der Muttermund leichter
- Haben
sie starke Schmerzen atemen sie ruhig mit lauten, tiefen
Tönen aus und wählen sie dabei A. Ja oder
O aus.
- Niemals
zu stark oder hektisch ausatmen, das führt oft
zur hyperventilation d.h. ihre Finger und das Zahnfleisch
fangen an zu kribbeln und ihnen wird schwindelig.